Meere gibt es schon genug.

Das ist eine Geschichte von den Tagen im weißen Land. Ich gehöre zu den glücklichen Besuchern und kam ohne Einladung. Viele Menschen waren dort und ich trat nach ihnen ein. Volle Krüge Wein standen in allen Winkeln und ich war gebeten, mir ein Glas zu nehmen. Wenn ich mich erinnere, wie süß er mir schmeckte, kommen mir die Tränen. Nichts Vergleichbares habe ich jemals getrunken. Das weiße Land hat mir seine Tore geöffnet am Tag meiner Kündigung. Ich habe aufgehört zu sein, wer ich nicht bin. Vier Nächte war ich dort und ruhte mich aus. Ich atmete den Duft, hörte die Klänge und spielte die Lieder, die ich immer als weite Sehnsucht vernommen hatte. Sie heilten meine Sinne, meine Ohren, meine Augen und ich war bereit zu gehen. Kein Schritt zu schnell, kein Schritt zu langsam. Viele Steine musste ich übersteigen, als ich auf dem Weg zurück war. Aber meine Beine wuchsen mit jedem Stein länger und ich tat einen Schritt leichter, als den anderen. Jetzt bin ich hier und erzähle dir vom weißen Land. Keine Träne mehr, Meere gibt es schon genug.

 

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